Hier lesen Sie: Warum die Stadt Regen nun einen eigenen NLM-Neubau plant

Künftig will der Freistaat Bayern das bestehende NLM-Gebäude nutzen

Ab 2015 beauftragte die Stadtverwaltung zunächst diverse Planungsleistungen, um zu klären, wie ein künftiges „Grünes Zentrum“ unter Einbindung (d.h. „Einmietung“) des NLM archetektonisch gestaltet sein müsste (inkl. Tourist-Info und Veranstaltungssaal, später zudem inkl. Bücherei).
Ferner erwarb die Stadt Regen bereits Grundstücke im Umgriff des NLM-Gebäudes, um diese später an den Freistaat Bayern weiter zu veräußern. Auf Basis dieser Vorleistungen wurden dann erste Gespräche mit Vertretern des bayerischen Landwirtschaftsministeriums geführt.

Jedoch änderte sich die Ausgangslage nach einigen Monaten plötzlich völlig: Die inzwischen hinzugezogene „Immobilien Freistaat Bayern“ (IMBY) machte deutlich, dass es nicht in Betracht komme, dass der Freistaat Bayern für die Stadt Regen „mitbaue“ und sich das NLM danach „einmiete“. Damit war klar: Die angedachten Einspareffekte für die Stadt Regen fallen weg.
Mehr noch: Das NLM muss nun aus seinem Gebäude ausziehen, da der Freistaat Bayern das heutige NLM-Gebäude für sein „Grünes Zentrum“ erwerben und umbauen wird.
Ich bin der Meinung: An diesem Punkt wäre es die politische Pflicht von Bürgermeisterin und Stadtrat gewesen, eine bewusste Leitentscheidung zu treffen – und zwar in aller Öffentlichkeit: Kann und will es sich die Stadt Regen überhaupt leisten, ein neues NLM zu bauen oder nicht?
Und: Welche Auswirkungen hätte ein NLM-Neubau für die ohnehin desolate Haushaltslage und v.a. für andere freiwillige Leistungen der Stadt? Ohne diese Frage wirklich zu Ende gedacht zu haben, ließen die Stadtoberen den Planungsprozess für ein neues NLM „einfach weiterlaufen“.
Und zwar – wie so oft bei der Stadt Regen – unter weitestgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit. Inzwischen dürften hierfür – seit 2015 (!) – bereits erhebliche Planungskosten angefallen sein.
Meine Meinung: So kann das nicht angehen!