Zugegeben: Unsere Heimatstadt Regen hat seit Jahren mit großen Herausforderungen zu kämpfen: Zwingend notwendige Investitionen in den Erhalt bestehender Infrastruktur bestimmen die städtischen Haushalte seit den neunziger Jahren. Sicherlich: Schulen, Kindergärten, Kanäle, Wasserleitungen und Straßen müssen regelmäßig saniert, städtische Pflichtaufgaben wie ein bedarfsgerechter Hochwasserschutz müssen erledigt werden. Ohne Wenn und Aber! Doch: All das müssen alle anderen Städte und Gemeinden im Landkreis Regen auch laufend tun! Das „System Rathaus“ – bestehenden aus Stadtspitze, Stadtrat und Stadtverwaltung – darf daher nicht ewig so tun, als müsse nur Regen allein seine Pflichtaufgaben leisten. Macher suchen für alles Lösungen, Verwalter hingegen suchen für alles Ausreden. Ich sehe mich als Macher!

Was mir in Regen seit Jahren fehlt: Ein echtes politisches Zukunftskonzept seitens der Rathausspitze und des Stadtrats! Das heißt eine konkrete Antwort auf die Frage, wie Regen gezielt in die Zukunft hinein entwickelt werden soll: Wie entwickeln wir unsere Stadt wirtschaftlich weiter? Wie schaffen wir in ausreichendem Maße Wohnraum? Wie gehen wir mit Brachen und Leerständen um? Wie bauen wir im Zuge der Verkehrswende unsere Infrastruktur um? Wie realisieren wir die Energiewende? Wie gehen wir mit demographischem Wandel und Migration um?

Belastbare Antworten? Fehlanzeige! Das „System Rathaus“ geht Zukunftsfragen nicht gezielt an. Es greift stattdessen immer nur die Projekte, die ihm als laufendes Tagesgeschäft förmlich „als nächstes vor die Füße fallen“. Das „System Rathaus“ drückt sich Haushaltsjahr um Haushaltsjahr insbesondere vor der Beantwortung einer zentralen Frage: „Welche Einrichtungen kann sich eine typische bayerische Kreisstadt im ländlichen Raum tatsächlich noch leisten?“ Aus Angst, dass die Beantwortung dieser Frage Kritik hervorrufen könnte, wird diese seit Jahren einfach vertragt. Die Folge: Es fehlen einerseits Mittel, andererseits politische und verwaltungsmäßige Ressourcen, um Regen gezielt zu entwickeln. Das „System Rathaus“ ist also ein Getriebener seines eigenen „Infrastruktur- und Verwaltungs-Wasserkopfs“. Und deshalb verliert Regen immer weiter den Anschluss an andere Kreisstädte, wie Freyung oder Cham.

Ich finde: So kann es nicht weitergehen! Bis zur Bürgermeisterwahl am 15. März 2020 werde ich Ihnen daher ein fundiertes Zukunftskonzept unterbreiten.